Hightech für die Holzausbildung

Datum: 
16.07.2012

Hightech für die Holzausbildung 

Neue Kantenanleimmaschine für die
Schreinerausbildung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Wiesau

 

Die Ausbildung der Schreiner
am Wiesauer Berufsschulzentrum war bisher schon auf einem sehr hohen
Technologiestand angesiedelt. Nun wurde ein weiterer Baustein hinzu gefügt.

Durch die großzügige
Unterstützung der Herstellerfirma Felder aus Hall in Tirol war die Anschaffung
einer neuen Kantenanleimmaschine und einer modernen sechsachsgesteuerten
Formatkreissäge für den Unterricht in den Holzklassen möglich geworden. Die
Maschinen wurden dieser Tage in Betrieb genommen. Auch der Innungsobermeister
der Schreinerinnung Nordoberpfalz, Georg Fütterer aus Kemnath, informierte sich
und zeigte sich begeistert vom technischen Standard der Maschinen in der
Holzwerkstatt. In seiner Funktion als Mitglied des Prüfungsausschusses im
Schreinerhandwerk sind ihm die berufsbildenden Schulen der Region bestens
bekannt. In keiner anderen Schule findet man dieses technische Niveau wie am
Beruflichen Schulzentrum Wiesau. Der Obermeister stellte fest, dass mit dieser
Ausstattung Wiesau bei der Schreinerausbildung einen Spitzenplatz in der
Oberpfalz einnimmt. Zudem ist die Ausbildung zum Schreiner in Wiesau dadurch
weiterhin gesichert. Auch die Ausbildungssituation für Lehrlinge dieses
renommierten Holzberufes hat sich wieder gebessert. Die Nachfrage der Betriebe
nach Lehrlingen nach Absolvierung des Berufsgrundschuljahrs 2011/12 kann nicht
gedeckt werden.

Das notwendige Rüstzeug zum
Beruf des Schreiners wird in einer dreijährigen Lehrzeit vermittelt und mit der
Gesellenprüfung abgeschlossen. Die Ausbildung beginnt mit dem
Berufsgrundschuljahr am Beruflichen Schulzentrum Wiesau. Auch Haupt- oder
Realschüler, die zu Beginn des Schuljahres 2012/13 noch keine Lehrstelle in
Aussicht haben, sich aber für den Umgang mit Holz interessieren, können das
Berufsgrundschuljahr besuchen und sich mit guten theoretischen und praktischen
Leistungen für eine Lehrstelle empfehlen. Hier wird den Berufsanfängern ein
solides theoretisches Grundwissen vermittelt und das Fundament der notwendigen
praktischen Fertigkeiten gelegt.

Für fleißige und engagierte
junge Leute stehen künftig genügend freie Ausbildungsplätze zur Verfügung. Bei
einem erfolgreichen Bestehen wird das Berufsgrundschuljahr als erstes Lehrjahr
angerechnet; die betriebliche Lehre in einer Schreinerei dauert anschließend
noch zwei Jahre.  Die Zukunftsaussichten
für Schülerinnen und Schüler, die gerne mit Holz arbeiten wollen, sind also
bestens zumal die Rahmenbedingungen an der Schule durch die hochwertigen
Maschinen ausgezeichnet sind.

Bild: Fachoberlehrer Otto Hladik erläutert seinen
Schülern des Berufsgrundschuljahres und Innungsobermeister Georg Fütterer die
Funktion der neuen Kantenanleimmaschine